Vorneweg: Nach langer Abwesenheit will ich mich aufrichtig entschuldigen, dass es so lange gedauert hat von mir hören zulassen!
Dieser Blog ist mir, wenn auch in seiner Anfangsphase, sehr wichtig! Denn Blue Lionne soll einen Teil meines gedanklichen Universum festhalten, an dem ich euch teilhaben lassen will. Deshalb hoffe ich,
versteht ihr, dass es mir widerstrebt diesen Blog mit inhaltlosen Überbrückungsposts zu füllen. Wenn ich schreibe, dann von Herzen und von Themen, die mich wirklich beschäftigen.
Denn manchmal sind es die vermeintlich kleinen flüchtigen Gedanken, die am wertvollsten sind. Einfache Stimmungsbilder, deren Wert sich in der Erinnerung zeigen. Ich versuche so oft es geht meine kleinen Glühwürmchen einzufangen, um ihr Leuchten noch einen Moment länger betrachten zu können. Bevor sie wieder frei fliegen. Das innere, auf einer Wiese umhertollende, kleine Mädchen, das mit übermütigen Sprüngen die Hand in die Luft streckt. Voller Hoffnung auf einen Fang. Den Blick fokussiert. Nichts anderes zählt als das faszinierende Leuchten dieses Wesens, wiederspiegelnd in den Augen des Mädchens.
Und vielleicht, ganz vielleicht, lässt euer inneres Kind sich davon auch mitreißen. 


"Es ist eine merkwürdige Zeit. Eine Zeit voller Veränderung und der Suche nach Stabilität. Dem Versuch des Fassens von Konstanten. 
Alles scheint sich zu drehen und zu winden.
Ich schwebe, bin haltlos.
Doch was ist das?
Ein roter Schimmer, ein Aufblitzen im Nebel.
Ich versuche danach zu greifen.
Ein rot seidenes Band. Es ist wie ein Anker in einem Meer von Wolken.
Ich hangel mich daran weiter.
So langsam erscheint ein Holzgeländer.
Ein Fuß vor den Anderen.
Plötzlich der nächste Tritt auf sicheren Boden, es knarzt.
Das Bild nimmt Form an. 
Die Sicht klärt sich. 
Es ist ein Holzsteg ins Ungewisse. 
Ich gehe ihn ab.
Balken erheben und treffen sich in einem Rundbogen.
Schritt für Schritt, Brett für Brett ergibt sich eine Konstruktion, die mich zu umfassen scheint.
Die mich zu umarmen scheint.
Meine Hand fährt am Geländer entlang.
Folgt ihm.
Die Fingerspitzen erspüren die raue Oberfläche, Rille für Rille.
Das Band entgleitet meiner anderen Hand, streichelt die Haut in einer fließenden Bewegung bevor es zurück fällt.
Ich setze weiter einen Fuß vor den Anderen, aufrechter nun.
Das Kinn hebt sich, die Schultern gehen zurück, der Rücken streckt sich durch.
Ein Windhauch weht durch die Haare, führt einen Tanz mit den Locken auf.
Eine Wärme macht sich in meinem Bauch breit.
Ein orange goldenes Prickeln, wie ein Sonnenaufgang.
Das Lächeln verselbständigt sich, die Zunge befeuchtet die Lippe.
Mit dem Blick nach vorne, in eine Nebellandschaft gerichtet, gehe ich weiter."